Stalleinrichtung für Kühe und Rinder - direkt vom Profi

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Dem Design der Liegeboxenbügel wurde in der ersten Hälfte der 90-er Jahre viel Aufmerksamkeit geschenkt. Jedoch diente in den letzten 10 Jahren der Entwicklungsfortschritt vornehmlich der Kostenreduktion. Billiger bauen durch neue Konstruktionen mit weniger Material war die Devise.

Inzwischen aber haben sich die Ansprüche der Hochleistungskühe an einen Liegeboxenbügel geändert, Maße und Form wurden von uns neu überdacht. Unsere Stalleinrichtungen werden natürlich in der bekannten Arntjen-Qualität gefertigt und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Auch individuelle Einzellösungen können wir Ihnen anbieten. Entdecken Sie unser umfangreiches Programm an Stalleinrichtungen.

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Die optimale Liegebox

Hochleistungskühe sollen mindestens 12 Stunden pro Tag liegend ruhen können. Nur so schafft es der Stoffwechsel der Tiere, 30 Liter Milch und mehr am Tag zu produzieren. Folgende Ansprüche sollten dafür erfüllt werden:

 

  • die Liegefläche muss weich, warm und trocken sein
  • die Liegebox soll die Kuh in der Liegeposition begrenzen und führen, ihr aber trotzdem so viel Bewegungsfreiheit geben, dass sie die Box gerne annimmt
  • der Aufsteh- und Abliegevorgang darf nicht durch Rohre gestört werden
  • punktuelle Druckstellen sind ein sicheres Zeichen für Schmerz und Stress, sie müssen durch Boxen-Größe, -Form und -Aufbau vermieden werden

 

 

Die richtige Bügelform für die Box

Die Aufgabe des Liegeboxenbügels ist es, die Kuh in ihrer Liegeposition so zu führen, dass sie ihr Bett möglichst wenig verschmutzt. Dabei darf der Abliegevorgang und das Aufstehen nicht behindert werden. Während des Liegens sollen keine Rohrteile an hervorstehenden Knochen reiben oder stoßen.

Jeder Hersteller schwört auf seine eigene Bügelform, jedoch ist es viel wichtiger, dass für die jeweilige Box der richtige Bügel verwendet wird. Sind z. B. die unteren Bögen im Bügel exakt dem Bauch des Tieres angepasst, so hat dies in einer Tiefbox wenig Effekt. Denn die Kuh liegt mal höher mal tiefer, je nach Zustand der Einstreu.

Das Nackenrohr bildet für die Kuh beim Ein- und Austreten die Begrenzung nach vorne. Bei fast allen Boxensystemen stabilisiert es aber auch den Bügel gegen seitlichen Druck. Je höher das Nackenrohr eingerichtet ist, desto stressfreier kann die Kuh aufstehen. Kann das Nackenrohr weiter nach vorne geschoben werden, wird der Stress verringert, aber die Boxenverschmutzung nimmt zu. Daher wird heute zusätzlich das Bugbrett zur Frontbegrenzung eingesetzt. Es sollte immer 15-20 cm über die Einstreu hinausragen.

Die Größe der Liegefläche einer Hochbox richtet sich natürlich nach der Größe der Kühe. Eine Länge bis zum Bugbrett von 1,75 bis 1,80 m hat sich bewährt.

Für die Breite der Box werden 1,15 m bis 1,20 m empfohlen (Achsmaß der Bügel). Die Gesamttiefe einer Box darf vor der Wand nicht unter 2,60 m sein und in der Doppelreihe mindestens zwei mal 2,30 m.