Wie funktioniert eine Solarstromanlage?
Die Elektrik der Solarstromanlage ist vom Hausnetz komplett getrennt.
Der Strom vom Solargenerator (auf dem Dach) wird vom Wechselrichter
in Wechselstrom umgewandelt. Über eine eigene Leitung wird der Strom
in
den Keller geführt und dort über einen eigenen Zähler in
das öffentliche
Stromnetz geleitet.
Was ist Photovoltaik?
Photovoltaik ist Photonenenergie der Sonne (Photon) und Spannung die erzeugt
wird (Voltaik).
Es ist also Spannung (oder auch Leistung) von der Sonne (Photonenenergie)
Mit anderen Worten ist es also nur Sonnenenergie die in elektrische Spannung
umgewandelt wird.
Silizium ist der Hauptbestandteil einer Solarzelle und wird aus Sand geschmolzen,
der unbegrenzt verfügbar ist. Es leitet nur bei Energieeinstrahlung.
Eine Solarzelle wird an der Oberseite mit Phosphor besprüht und an
der Unterseite mit Bor. Die Oberseite hat 5 Elektronen und die Unterseite
3 Elektronen.
Die Elektronen versuchen ein Gleichgewicht zu erzielen (je 4 Elektronen).
Da Silizium 4 Elektronen hat, dient es quasi nur als Transportmedium.
Sobald die Solarzelle der Sonne ausgesetzt wird, leitet das Silizium und
die unterschiedlichen Elektronenladungen können nun fließen.
Es entsteht ein Elektronenstrom der in den Wechselrichter fließt
und in das Stromnetz eingespeist wird.
Dieser Vorgang ist dauerhaft, dass heißt die Elektronen fließen
in einem nie
endenden Kreislauf. Eine Solarzelle verliert also nicht an Substanz bzw.
an Leistung.
Wie funktioniert ein Solarmodul ?
In einem Solarmodul werden die einzelnen Solarzellen (typisch 36 Stück)
in Reihe zusammengeschaltet.
Eine Solarzelle hat eine Spannung von 0,5 Volt und einen Strom von 3-7
Ampere (je nach Größe).
Schaltet man die Zellen hintereinander, ergibt sich eine Modulspannung
von 18 Volt und ein Strom von 3-7 Ampere.
Soll
ich noch abwarten?
Nein, die Technik ist ausgereift und unwesentlich zu verbessern.
Die Preise werden erst in 2-3 Jahren merklich sinken.
Die Zuschüsse sind momentan hoch und werden dementsprechend weiter
sinken.
Sie bezahlen auch in der Zukunft den gleichen Anteil für eine Photovoltaikanlage.
Die Einspeisevergütung ist mit 49,2 Cent / kWh (im Jahr 2007) in
der Wirtschaftlichkeit bei Dachanlagen bis 30kWp.
Also besteht kein Grund weiter zu warten!
Was ist der Wirkungsgrad?
Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis der aufgenommenen Strahlungsenergie
der Sonne abgegebenen Energie
eines Solarmoduls. Die Sonne strahlt bei optimalen Verhältnissen:
1000 Watt Strahlungsenergie auf einen qm. Ein qm Modulfläche setzt
hiervon ca. 130 Watt in elektrische Energie um. Über 50% gehen schon
durch Reflektion verloren, dazu kommen die Leiterbahnen, die Wärmeverluste
etc.. Berechnung des Wirkungsgrades eines Photovoltaikmoduls:
Leistung des Solarmoduls pro qm / 1000 Watt Strahlungsenergie der Sonne
pro qm.
Beispiel: Fläche KC-120-1(120 Watt) = 1,425m * 0,652m = 0,929qm
Die Leistung des Moduls entspricht : 129,17 Watt / qm
Geteilt durch 1000 Watt pro qm ist der Wirkungsgrad: 12,9 %
Bitte beachten Sie: Der Zellenwirkungsgrad ist immer höher als der
Modulwirkungsgrad! In einem Solarmodul liegen die Zellen auf Abstand,
je nach Zellentyp und Abstand der Zellen ist der Modulwirkungsgrad unterschiedlich.
Entscheidend ist immer der Modulwirkungsgrad, Sie möchten ja keine
Solarzelle kaufen.
Wie ist der Stand der Technik?
Man unterscheidet heute noch zwischen monokristallinen, polykristallinen
und Dünnschichtmodulen. Bei den kristallinen Modulen ist der Stand
der Technik ausgereizt und unwesentlich zu verbessern. Die Wirkungsgrade
der Solarzellen liegen bei
monokristallinen Modulen ca. 18%
polykristallinen Modulen ca. 14%
Dünnschicht Modulen ca. 8%
und können nur mit hohem Aufwand
verbessert werden, was wiederum die ohnehin hohen Kosten weiter in die
Höhe treiben würde. Inzwischen gibt es zwischen mono- und polykristallinen
Modulen keine Unterschiede mehr im Ertrag. Monokristalline Zellen werden
in einer Zellstruktur gezogen, polykristalline Module werden in einem
Block gegossen. Bei polykristallinen Modulen stören Zellränder
den Elektronenfluss, was aber heute durch spezielle Techniken (Diffundierung
mit Wasserstoffatomen) kaum noch eine Rolle spielt. Von Dünnschichtmodulen
verspricht man sich zukünftig den Durchbruch bei den Kosten. Bei
diesem Modultyp wird das Silizium quasi: "nur noch auf ein Trägermaterial
gesprüht". Die Vorteile liegen auf der Hand: automatische Produktion
im Druckverfahren.
Wohin geht die Entwicklung?
Der Trend geht aktuell zur Herstellung von polykristallinen Modulen in
hohen Stückzahlen. Absehbar ist eine Marktdominanz japanischer Hersteller
in "Massenfertigung". Die momentane aufwendige Herstellung einer
Solarzelle macht immer noch 70% der Kosten aus.
Warum Photovoltaik?
Photovoltaik ist unumstritten die Technik des 21. Jahrhunderts
zur weltweiten Stromgewinnung.
Es könnte ebenso 100 € kosten, wenn die Technik weiter vorangeschritten
wäre. Der Schmelzprozess ist sehr aufwendig und es wird immer noch
teures Silizium aus der Chip-Produktion verwendet. Aktuell werden unzählige
Modulfabriken gebaut, jedoch wird das Solar-Silizium immer noch zu aufwendig
und in zu kleinen Mengen produziert. Hier sind große Investitionen
notwendig, die von allen Herstellern aufgrund der unklaren langfristigen
politischen Marktförderung gescheut werden. Photovoltaik muss
jetzt schnell marktreif werden, die Technik ist ausgereift. Der Markt
(insbesondere in den Schwellenländern) verlangt nach dezentralen
Energieeinheiten. Heute ist immer noch über die Hälfte der Weltbevölkerung
ohne Stromanschluss.
Photovoltaik ist die einzige Lösung für eine "gerechte,
umweltfreundliche und friedliche Energiegewinnung". Auch bei uns
kann eine 2000 Watt Photovoltaikanlage die Hälfte des Stromverbrauches
eines 4- Personen Haushaltes decken.
Wie lange hält eine Photovoltaikanlage?
Die Lebenserwartung einer Photovoltaikanlage ist länger als
30 Jahre.
Die Solarzellen arbeiten unbegrenzt. Die Zellen sind in Kunstharz zwischen
Sicherheitsglas und absolut resistenter Folie versiegelt. Die Modulhersteller
geben eine Leistungsgarantie auf die Module von 25 Jahren. Die Leistungsgarantie
bürgt für eine Mindestleistung von 80 % der Mindestleistung
im Datenblatt.
Ist mein Dach geeignet?

Die Ausrichtung sollte von Süd-Ost bis Süd-West sein.
Die Neigung sollte 35° +/- 10° betragen - bei geringerer Neigung sollten
die Module aufgeständert werden. Das Dach darf nicht verschattet werden!
Beobachten Sie bitte, ob im Frühjahr oder Herbst einen Schatten auf
dem Dach liegt. Im Winter ist der Schatten unwesentlich, da hier nur ein
Bruchteil des Jahresertrages produziert wird. Im restlichen Teil des Jahres
sollte kein Schatten auf der geplanten Anlage liegen. Bei einem Flachdach
spielt nur die Verschattung eine Rolle. Hier werden die Module auf einzelnen
Alu Blechkonsolen auf das Flachdach gestellt. Ausrichtung immer Süd
und 30 Grad.
Wird mein Dach undicht?
Nein, bei einem Pfannendach werden die Pfannen nicht beschädigt.
Die Dachhaken werden auf den Dachsparren aufgeschraubt und ragen unter
den Dachpfannen hervor. Die Anlage kann wieder abgeschraubt werden und
das Dach ist wie vorher. Bei einem Flachdach werden die Gestelle auf einer
Gummimatte berührungslos auf das Dach gestellt. Die Gestelle werden
mit Ballast (Betonplatten = 50-100 kg) gegen Windlasten geschützt.
Kann ich die Photovoltaikanlage anstatt Dachpfannen einsetzen?
Im Prinzip ja, aber der Aufwand und die Kosten sind derzeit noch höher
als die Einsparung. Die Einbindung in das Dach ist aufwendig. Die Übergänge
zwischen den Modulen und zur Pfanne müssen dauerhaft sein. Die Module
werden mit Alu-Leisten von oben abgedichtet, diese Leisten bilden einen
Schmutzrand ! Zudem sollten die Module hinterlüftet sein, weil bei
zunehmender Temperatur der Wirkungsgrad sinkt. Silizium-Solarmodule haben
ein temperaturabhängiges Spannungsverhalten (physikalisches Gesetz).
Bei zunehmender Temperatur sinkt die Spannung, da Elektronen durch Wärmeenergie
wandern können und für die Leistung der Solarzelle verloren
gehen. Darum erreichen Photovoltaikanlagen im Sommer auch nur 80% der
Nennleistung. Auch Dachpfannen mit eingebauter Solarzelle sind viel teurer
(ca. 70%) und werden nicht hinterlüftet - was die Leistung mindert
.
Wie arbeitet ein Wechselrichter?
Wechselrichter arbeiten automatisch und speisen immer die maximale Leistung
in das Netz ein.
Hier wird automatisch der Punkt der maximalen Leistung ermittelt (MPP).
Die Sinuswelle (~) = Wechselspannung (230 Volt) unseres Stromnetzes wird
vom Wechselrichter mehrere tausend mal pro Sekunde gemessen und die Gleichspannung
entsprechend in das Stromnetz eingespeist.
Wechselrichter müssen nicht gewartet werden und arbeiten auf
Transistorbasis (IGBT). Die Lebenserwartung ist wie bei jedem elektronischen
Gerät (z.B: Fernseher). Von uns eingesetzte Wechselrichter müssen
nicht gewartet werden.
Wie wird eine eine Photovoltaikanlage angeschlossen?
Die Photovoltaikmodule werden alle in Serie an den Wechselrichter angeschlossen.
Hier wird das Pluskabel und das Minuskabel in den Wechselrichter gesteckt.
Der Wechselrichter ist damit betriebsbereit - mehr ist nicht notwendig.
Es muss jetzt noch das Kabel zum öffentlichem Stromnetz gelegt
werden.
Hier genügt ein Wechselstromkabel (NYM 3*1,5qmm).
Das Wechselstromkabel wird zur Verteilung gelegt und dort angeschlossen.
Ein Lasttrenner und ein Fehlerstromschutzschalter werden in die Verteilung
eingebaut. Damit ist die Photovoltaikanlage fertig installiert ! Ihr Energieversorger
baut Ihnen einen zweiten Zähler ein, der nur die erzeugte Arbeit
(kWh) der Photovoltaikanlage erfasst. Jetzt kann der Solarstrom fließen
!
Welche Größe sollte eine Photovoltaikanlage haben?
Eine Photovoltaikanlage muss mindestens 1000 Watt installierte Modulleistung
aufweisen, um gefördert zu werden. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt.
Wir raten zu einer Mindestgröße von ca. 2000 Watt. Das Preis/Leistungsverhältnis
ist ab dieser Leistungsgröße gut. Eine optimale 1000 Watt Photovoltaikanlage
erzeugt im Jahr zwischen 800-1000 kWh im Jahr. Ein 4 Personen Haushalt
verbraucht im Jahr ca. 4000 kWh. Eine 5000 Watt Photovoltaikanlage erzeugt
den Jahresverbrauch eines 4 Personen Haushaltes. Die Photovoltaikanlage
muss immer netzgekoppelt sein ! (keine Inselanlage, auch nicht umschaltbar)!
Was erzeugt eine Photovoltaikanlage?
Eine 2 KW (2000 Watt)- Photovoltaikanlage erzeugt in Deutschland im Durchschnitt
1600 -2000 kWh. Erzeugung einer 1000 Watt Photovoltaikanlage in Gütersloh
in 1997 (gesamt 914 kWh)
|
Januar
|
28
kWh |
Februar
|
42
kWh |
März
|
63
kWh |
| April |
95
kWh |
Mai
|
117
kWh |
Juni
|
131
kWh |
| Juli |
107
kWh |
August
|
118
kWh |
September
|
97
kWh |
Oktober
|
64
kWh |
November
|
37
kWh |
| Dezember |
15
kWh |
Kann ich selber installieren?
Die Installation einer Photovoltaikanlage ist relativ einfach. Die einzige
"Hürde" ist die Arbeit auf dem Dach. Hier sollte man sich
sicher fühlen! Das Gestell und die Module sind an 2 Tagen montiert.
Die elektrische Verbindung ist mit Steckverbindern kinderleicht und sicher.
Nur noch den Wechselrichter an die Wand schrauben und fertig. Der Elektriker
muss noch den Anschluss zum Hausnetz herstellen. Ihr Energieversorger
baut einen Einspeisezähler ein. Die Photovoltaikanlage ist betriebsbereit.
Sie können auch Ihren Elektriker ansprechen ob er nicht die komplette
Anlage montiert!
Wir liefern das komplette Know-How
Was kostet die Montage?
Die Montagekosten werden im Rahmen des Projekts ermittelt und Sie
erhalten dann ein entsprechendes Angebot.
Benötige ich eine Baugenehmigung? Nein, Photovoltaikanlagen benötigen
keine Baugenehmigung, solange sie am Gebäude montiert sind. Das gilt
auch für Flachdächer!
Wie hoch ist der jährliche Gewinn?
Wenn die Anlage im Jahre 2006 installiert wurde, wird im Jahr der Installation
und den folgenden 20 Jahren die erzeugte Energie mit 51,8 Cent/Kwa vergütet.
Wie hoch sind die jährlichen Kosten?
Die Kosten einer Photovoltaikanlage bestehen aus:
* der Zählermiete: Ihr Energieversorger kann evtl. eine Zählermiete
berechnen * der Versicherung: eine Allgefahren- Versicherung kostet ca.10-20
€ / kW pro Jahr * der Wartung: eine generelle Wartung ist nicht notwendig.
Eine Rücklage von 25 € pro Jahr sollte berücksichtigt werden.
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