Hier beantworten wir Ihre Fragen zur Photovoltaik:

Wie funktioniert eine Solarstromanlage?
Was ist Photovoltaik?
Wie lange hält eine Photovoltaikanlage?
Soll ich noch abwarten?
Ist mein Dach geeignet?
Wird mein Dach undicht?
Was erzeugt eine Photovoltaikanlage?
Was kostet die Montage?
usw.

 
• Wie funktioniert eine Solarstromanlage?
• Was ist Photovoltaik?
• Soll ich noch abwarten?
• Was ist der Wirkungsgrad?
• Wie ist der Stand der Technik?
• Wohin geht die Entwicklung?
• Warum  Photovoltaik?
• Wie lange hält eine Photovoltaikanlage?
• Ist mein Dach geeignet?
• Wird mein Dach undicht ?
• Kann ich die Photovoltaikanlage anstatt Dachpfannen einsetzen?
• Wie arbeitet ein Wechselrichter?
• Wie wird eine eine Photovoltaikanlage angeschlossen?
• Welche Größe sollte eine Photovoltaikanlage haben?
• Was erzeugt eine Photovoltaikanlage?
• Kann ich selber installieren?
• Was kostet die Montage?
• Wie hoch ist der jährliche Gewinn?
• Wie hoch sind die jährlichen Kosten?
 
Wie funktioniert eine Solarstromanlage?
Die Elektrik der Solarstromanlage ist vom Hausnetz komplett getrennt.
Der Strom vom Solargenerator (auf dem Dach) wird vom Wechselrichter
in Wechselstrom umgewandelt. Über eine eigene Leitung wird der Strom in
den Keller geführt und dort über einen eigenen Zähler in das öffentliche
Stromnetz geleitet.
 


Was ist Photovoltaik?
Photovoltaik ist Photonenenergie der Sonne (Photon) und Spannung die erzeugt wird (Voltaik).
Es ist also Spannung (oder auch Leistung) von der Sonne (Photonenenergie)
Mit anderen Worten ist es also nur Sonnenenergie die in elektrische Spannung umgewandelt wird.
Silizium ist der Hauptbestandteil einer Solarzelle und wird aus Sand geschmolzen, der unbegrenzt verfügbar ist. Es leitet nur bei Energieeinstrahlung. Eine Solarzelle wird an der Oberseite mit Phosphor besprüht und an der Unterseite mit Bor. Die Oberseite hat 5 Elektronen und die Unterseite 3 Elektronen.
Die Elektronen versuchen ein Gleichgewicht zu erzielen (je 4 Elektronen). Da Silizium 4 Elektronen hat, dient es quasi nur als Transportmedium.
Sobald die Solarzelle der Sonne ausgesetzt wird, leitet das Silizium und die unterschiedlichen Elektronenladungen können nun fließen. Es entsteht ein Elektronenstrom der in den Wechselrichter fließt und in das Stromnetz eingespeist wird.
Dieser Vorgang ist dauerhaft, dass heißt die Elektronen fließen in einem nie
endenden Kreislauf. Eine Solarzelle verliert also nicht an Substanz bzw. an Leistung.
Wie funktioniert ein Solarmodul ?
In einem Solarmodul werden die einzelnen Solarzellen (typisch 36 Stück) in Reihe zusammengeschaltet.
Eine Solarzelle hat eine Spannung von 0,5 Volt und einen Strom von 3-7 Ampere (je nach Größe).
Schaltet man die Zellen hintereinander, ergibt sich eine Modulspannung von 18 Volt und ein Strom von 3-7 Ampere.

Soll ich noch abwarten?
Nein, die Technik ist ausgereift und unwesentlich zu verbessern.
Die Preise werden erst in 2-3 Jahren merklich sinken.
Die Zuschüsse sind momentan hoch und werden dementsprechend weiter sinken.
Sie bezahlen auch in der Zukunft den gleichen Anteil für eine Photovoltaikanlage.
Die Einspeisevergütung ist mit 49,2 Cent / kWh (im Jahr 2007) in der Wirtschaftlichkeit bei Dachanlagen bis 30kWp.
Also besteht kein Grund weiter zu warten!
 

Was ist der Wirkungsgrad?
Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis der aufgenommenen Strahlungsenergie der Sonne abgegebenen Energie
eines Solarmoduls. Die Sonne strahlt bei optimalen Verhältnissen: 1000 Watt Strahlungsenergie auf einen qm. Ein qm Modulfläche setzt hiervon ca. 130 Watt in elektrische Energie um. Über 50% gehen schon durch Reflektion verloren, dazu kommen die Leiterbahnen, die Wärmeverluste etc.. Berechnung des Wirkungsgrades eines Photovoltaikmoduls:
Leistung des Solarmoduls pro qm / 1000 Watt Strahlungsenergie der Sonne pro qm.
Beispiel: Fläche KC-120-1(120 Watt) = 1,425m * 0,652m = 0,929qm
Die Leistung des Moduls entspricht : 129,17 Watt / qm
Geteilt durch 1000 Watt pro qm ist der Wirkungsgrad: 12,9 %
Bitte beachten Sie: Der Zellenwirkungsgrad ist immer höher als der Modulwirkungsgrad! In einem Solarmodul liegen die Zellen auf Abstand, je nach Zellentyp und Abstand der Zellen ist der Modulwirkungsgrad unterschiedlich. Entscheidend ist immer der Modulwirkungsgrad, Sie möchten ja keine Solarzelle kaufen.

Wie ist der Stand der Technik?
Man unterscheidet heute noch zwischen monokristallinen, polykristallinen und Dünnschichtmodulen. Bei den kristallinen Modulen ist der Stand der Technik ausgereizt und unwesentlich zu verbessern. Die Wirkungsgrade der Solarzellen liegen bei

monokristallinen Modulen ca. 18%
polykristallinen Modulen ca. 14%
Dünnschicht Modulen ca. 8%

und können nur mit hohem Aufwand verbessert werden, was wiederum die ohnehin hohen Kosten weiter in die Höhe treiben würde. Inzwischen gibt es zwischen mono- und polykristallinen Modulen keine Unterschiede mehr im Ertrag. Monokristalline Zellen werden in einer Zellstruktur gezogen, polykristalline Module werden in einem Block gegossen. Bei polykristallinen Modulen stören Zellränder den Elektronenfluss, was aber heute durch spezielle Techniken (Diffundierung mit Wasserstoffatomen) kaum noch eine Rolle spielt. Von Dünnschichtmodulen verspricht man sich zukünftig den Durchbruch bei den Kosten. Bei diesem Modultyp wird das Silizium quasi: "nur noch auf ein Trägermaterial gesprüht". Die Vorteile liegen auf der Hand: automatische Produktion im Druckverfahren.  

Wohin geht die Entwicklung?
Der Trend geht aktuell zur Herstellung von polykristallinen Modulen in hohen Stückzahlen. Absehbar ist eine Marktdominanz japanischer Hersteller in "Massenfertigung". Die momentane aufwendige Herstellung einer Solarzelle macht immer noch 70% der Kosten aus.

Warum  Photovoltaik?
Photovoltaik ist unumstritten die Technik des  21. Jahrhunderts  zur weltweiten Stromgewinnung.
Es könnte ebenso 100 € kosten, wenn die Technik weiter vorangeschritten wäre. Der Schmelzprozess ist sehr aufwendig und es wird immer noch teures Silizium aus der Chip-Produktion verwendet. Aktuell werden unzählige Modulfabriken gebaut, jedoch wird das Solar-Silizium immer noch zu aufwendig und in zu kleinen Mengen produziert. Hier sind große Investitionen notwendig, die von allen Herstellern aufgrund der unklaren langfristigen politischen Marktförderung gescheut werden. Photovoltaik muss jetzt schnell marktreif werden, die Technik ist ausgereift. Der Markt (insbesondere in den Schwellenländern) verlangt nach dezentralen Energieeinheiten. Heute ist immer noch über die Hälfte der Weltbevölkerung ohne Stromanschluss.
Photovoltaik ist die einzige Lösung für eine "gerechte, umweltfreundliche und friedliche Energiegewinnung". Auch bei uns kann eine 2000 Watt Photovoltaikanlage die Hälfte des Stromverbrauches eines 4- Personen Haushaltes decken.

Wie lange hält eine Photovoltaikanlage?
Die Lebenserwartung einer  Photovoltaikanlage ist länger als 30 Jahre.
Die Solarzellen arbeiten unbegrenzt. Die Zellen sind in Kunstharz zwischen Sicherheitsglas und absolut  resistenter Folie versiegelt. Die Modulhersteller geben eine Leistungsgarantie auf die Module von 25 Jahren. Die Leistungsgarantie bürgt für eine Mindestleistung von 80 % der Mindestleistung im Datenblatt.

Ist mein Dach geeignet?


Die Ausrichtung sollte von Süd-Ost bis Süd-West sein.
Die Neigung sollte 35° +/- 10° betragen - bei geringerer Neigung sollten die Module aufgeständert werden. Das Dach darf nicht verschattet werden! Beobachten Sie bitte, ob im Frühjahr oder Herbst einen Schatten auf dem Dach liegt. Im Winter ist der Schatten unwesentlich, da hier nur ein Bruchteil des Jahresertrages produziert wird. Im restlichen Teil des Jahres sollte kein Schatten auf der geplanten Anlage liegen. Bei einem Flachdach spielt nur die Verschattung eine Rolle. Hier werden die Module auf einzelnen Alu Blechkonsolen auf das Flachdach gestellt. Ausrichtung immer Süd und 30 Grad.

Wird mein Dach undicht?
Nein, bei einem Pfannendach werden die Pfannen nicht beschädigt.
Die Dachhaken werden auf den Dachsparren aufgeschraubt und ragen unter den Dachpfannen hervor. Die Anlage kann wieder abgeschraubt werden und das Dach ist wie vorher. Bei einem Flachdach werden die Gestelle auf einer Gummimatte berührungslos auf das Dach gestellt. Die Gestelle werden mit Ballast (Betonplatten = 50-100 kg) gegen Windlasten geschützt.
 

Kann ich die Photovoltaikanlage anstatt Dachpfannen einsetzen?
Im Prinzip ja, aber der Aufwand und die Kosten sind derzeit noch höher als die Einsparung. Die Einbindung in das Dach ist aufwendig. Die Übergänge zwischen den Modulen und zur Pfanne müssen dauerhaft sein. Die Module werden mit Alu-Leisten von oben abgedichtet, diese Leisten bilden einen Schmutzrand ! Zudem sollten die Module hinterlüftet sein, weil bei zunehmender Temperatur der Wirkungsgrad sinkt. Silizium-Solarmodule haben ein temperaturabhängiges Spannungsverhalten (physikalisches Gesetz).
Bei zunehmender Temperatur sinkt die Spannung, da Elektronen durch Wärmeenergie wandern können und für die Leistung der Solarzelle verloren gehen. Darum erreichen Photovoltaikanlagen im Sommer auch nur 80% der
Nennleistung. Auch Dachpfannen mit eingebauter Solarzelle sind viel teurer (ca. 70%) und werden nicht hinterlüftet - was die Leistung mindert .

Wie arbeitet ein Wechselrichter?
Wechselrichter arbeiten automatisch und speisen immer die maximale Leistung in das Netz ein.
Hier wird automatisch der Punkt der maximalen Leistung ermittelt (MPP).
Die Sinuswelle (~) = Wechselspannung (230 Volt) unseres Stromnetzes wird vom Wechselrichter mehrere tausend mal pro Sekunde gemessen und die Gleichspannung entsprechend in das Stromnetz eingespeist.
Wechselrichter müssen nicht gewartet werden und arbeiten auf  Transistorbasis (IGBT). Die Lebenserwartung ist wie bei jedem elektronischen Gerät (z.B: Fernseher). Von uns eingesetzte Wechselrichter müssen nicht gewartet werden.

Wie wird eine eine Photovoltaikanlage angeschlossen?
Die Photovoltaikmodule werden alle in Serie an den Wechselrichter angeschlossen.
Hier wird das Pluskabel und das Minuskabel in den Wechselrichter gesteckt.
Der Wechselrichter ist damit betriebsbereit - mehr ist nicht notwendig.
Es muss jetzt noch das Kabel zum öffentlichem Stromnetz gelegt werden.
Hier genügt ein Wechselstromkabel (NYM 3*1,5qmm).
Das Wechselstromkabel wird zur Verteilung gelegt und dort angeschlossen.
Ein Lasttrenner und ein Fehlerstromschutzschalter werden in die Verteilung eingebaut. Damit ist die Photovoltaikanlage fertig installiert ! Ihr Energieversorger baut Ihnen einen zweiten Zähler ein, der nur die erzeugte Arbeit (kWh) der Photovoltaikanlage erfasst. Jetzt kann der Solarstrom fließen !
 

Welche Größe sollte eine Photovoltaikanlage haben?
Eine Photovoltaikanlage muss mindestens 1000 Watt installierte Modulleistung aufweisen, um gefördert zu werden. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Wir raten zu einer Mindestgröße von ca. 2000 Watt. Das Preis/Leistungsverhältnis ist ab dieser Leistungsgröße gut. Eine optimale 1000 Watt Photovoltaikanlage erzeugt im Jahr zwischen 800-1000 kWh im Jahr. Ein 4 Personen Haushalt verbraucht im Jahr ca. 4000 kWh. Eine 5000 Watt Photovoltaikanlage erzeugt den Jahresverbrauch eines 4 Personen Haushaltes. Die Photovoltaikanlage muss immer netzgekoppelt sein ! (keine Inselanlage, auch nicht umschaltbar)!
 

Was erzeugt eine Photovoltaikanlage?
Eine 2 KW (2000 Watt)- Photovoltaikanlage erzeugt in Deutschland im Durchschnitt 1600 -2000 kWh. Erzeugung einer 1000 Watt Photovoltaikanlage in Gütersloh in 1997 (gesamt 914 kWh)

Januar

28 kWh
Februar
42 kWh
März
63 kWh
April 95 kWh
Mai
117 kWh
Juni
131 kWh
Juli 107 kWh
August
118 kWh
September
97 kWh
Oktober
64 kWh
November
37 kWh
Dezember 15 kWh


Kann ich selber installieren?
Die Installation einer Photovoltaikanlage ist relativ einfach. Die einzige "Hürde" ist die Arbeit auf dem Dach. Hier sollte man sich sicher fühlen! Das Gestell und die Module sind an 2 Tagen montiert. Die elektrische Verbindung ist mit Steckverbindern kinderleicht und sicher. Nur noch den Wechselrichter an die Wand schrauben und fertig. Der Elektriker muss noch den Anschluss zum Hausnetz herstellen. Ihr Energieversorger baut einen Einspeisezähler ein. Die Photovoltaikanlage ist betriebsbereit. Sie können auch Ihren Elektriker ansprechen ob er nicht die komplette Anlage montiert!
Wir liefern das komplette Know-How


Was kostet die Montage?
Die Montagekosten werden im Rahmen des Projekts ermittelt und Sie erhalten dann ein entsprechendes Angebot.
Benötige ich eine Baugenehmigung? Nein, Photovoltaikanlagen benötigen keine Baugenehmigung, solange sie am Gebäude montiert sind. Das gilt auch für Flachdächer!

Wie hoch ist der jährliche Gewinn?
Wenn die Anlage im Jahre 2006 installiert wurde, wird im Jahr der Installation und den folgenden 20 Jahren die erzeugte Energie mit 51,8 Cent/Kwa vergütet.
 


Wie hoch sind die jährlichen Kosten?

Die Kosten einer Photovoltaikanlage bestehen aus:
* der Zählermiete: Ihr Energieversorger kann evtl. eine Zählermiete berechnen * der Versicherung: eine Allgefahren- Versicherung kostet ca.10-20 € / kW pro Jahr * der Wartung: eine generelle Wartung ist nicht notwendig. Eine Rücklage von 25 € pro Jahr sollte berücksichtigt werden.


Bei weiteren Fragen, rufen Sie uns einfach an, unsere Energie Experten helfen Ihnen gern.